Es lohnt sich jedenfalls immer mal wieder, einen Marschhalt einzulegen. Einerseits um Energie zu tanken und den weiteren Weg mit neuem Elan unter die Füsse nehmen zu können. Anderseits hat man bei einer Rast auch die Möglichkeit, sich zu besinnen. Wo möchte man eigentlich hin? Und ist der ausgesuchte Weg aktuell wirklich der sinnvollste?
Das gilt nicht nur für den Boxer im Ring, den Bergsteiger im Nebel, die Präsidien vieler Länder oder den Fernfahrer im Stau. Das gilt auch für die Kirche als Gebäude, als Institution und als Religion. Es ist an der Zeit, dass wir als Kirche uns von Gott bewegen lassen und den Menschen verpflichtet bleiben. Auch wir müssen uns im Strom der Zeit immer wieder orientieren, um relevant zu bleiben, ohne beliebig zu werden. Mit Kirche in Bewegung sind wir unterwegs. Die Gesprächssynode mit jungen Menschen, welche «Kirche» mit ihren Ideen weiterbringen wollen, hat viele Türen geöffnet. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es nun, die richtigen dieser Türen zu wählen und gleichzeitig zu entscheiden, welche alten Türen wir dafür schliessen. Wir kommen nicht darum herum, die Kernaufgaben bzw. die Ziele gemeinsam zu schärfen, damit wir gemeinsam auf unseren weiteren Weg aufbrechen können.
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