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1. September bis 4.Oktober 2026

SchöpfungsZeit: Vom Staunen zum Handeln

Ein blühender Garten, das Rascheln der Blätter im Wind oder das Plätschern eines Baches: Die SchöpfungsZeit lädt dazu ein, innezuhalten und die Welt mit neuen Augen zu betrachten. Sie erinnert daran, dass die Schöpfung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern Geschenk und Lebensgrundlage zugleich.

Von Regula Armingeon

Jedes Jahr zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober feiern Christinnen und Christen weltweit die SchöpfungsZeit. Sie verbindet die Dankbarkeit für Gottes Schöpfung mit der Frage, wie wir heute verantwortungsvoll mit ihr umgehen. Angesichts von Klimawandel, Biodiversitätsverlust und schwindenden Ressourcen wächst das Bewusstsein dafür, dass der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen eine politisch-gesellschaftliche und eine kirchlich-spirituelle Aufgabe ist.

Dankbarkeit für Gottes Schöpfung

Die SchöpfungsZeit macht sichtbar, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Das Wohlergehen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Lebensräumen lässt sich nicht voneinander trennen. Deshalb schafft sie Räume, in denen diese Verbundenheit erfahrbar wird: im Gebet, im Gottesdienst, bei Begegnungen, Bildungsangeboten oder Naturerlebnissen. Sie lädt dazu ein, die Schöpfung neu wahrzunehmen und die eigene Verantwortung zu reflektieren.

Die SchöpfungsZeit wird in den Gemeinden auf vielfältige Weise gefeiert. Gottesdienste und Jahreszeitenrituale laden dazu ein, die Veränderungen in der Natur bewusst wahrzunehmen, Dankbarkeit einzuüben und die Verbundenheit mit Gott, der Mitwelt und den Mitmenschen zu stärken.

Die SchöpfungsZeit wird in den Gemeinden auf vielfältige Weise gefeiert. Gottesdienste und Jahreszeitenrituale laden dazu ein, die Veränderungen in der Natur bewusst wahrzunehmen, Dankbarkeit einzuüben und die Verbundenheit mit Gott, der Mitwelt und den Mitmenschen zu stärken.

«Mut zum Wesentlichen – Impulse aus dem Leben eines Visionärs»

Andere Gemeinden gehen einen Schritt weiter und verankern die Schöpfungsverantwortung dauerhaft in ihrem Handeln. Die reformierte Kirchgemeinde Herzogenbuchsee, welche mit dem Umweltmanagementsystem Grüner Güggel zertifiziert ist, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Schöpfungsverantwortung prägt dort nicht nur einzelne Veranstaltungen, sondern fliesst in Planung, Beschaffung, Gebäudebewirtschaftung und Bildungsarbeit ein.

Während der SchöpfungsZeit 2026 setzt die Kirchgemeinde mit der Themenreihe «Mut zum Wesentlichen – Impulse aus dem Leben eines Visionärs» besondere Akzente. Anlass ist der 800. Todestag von Franz von Assisi. Mit Gottesdiensten, Vorträgen, Filmabenden und einer Pilgerwanderung lädt die Reihe dazu ein, sich mit Einfachheit, Frieden und Schöpfungsverantwortung auseinanderzusetzen.

Franz von Assisi gilt bis heute als eine der prägendsten christlichen Stimmen für einen achtsamen Umgang mit der Erde. Sein Sonnengesang erinnert daran, dass alle Geschöpfe Teil einer grossen Gemeinschaft des Lebens sind und miteinander in Beziehung stehen.

Kommentare

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  • 2407_Klimaschutz_Biodiversitaetsfoerderung_Milena Hartmann

    Wie die Reformierten Kirchen dem biblischen Auftrag folgen und Verantwortung übernehmen. Mit dem Grünen Güggel oder weiteren Massnahmen.

  • 210321-Krokusse-im-Schnee_iStock-OlgaU

    Frühling wird es – und damit erwacht die Natur wieder und bringt den Menschen die Farben, die Düfte und die Wärme nach der kalten, nassen Winterzeit zurück. Frühling ist auch das Sinnbild für die Hoffnung auf Neues, darauf, dass es anders oder besser wird.