Anregungen und Einblicke aus der Praxis zu Themen der Organisationsentwicklung von Kirchgemeinden
Online-Häppchen zur Organisationsentwicklung von Kirchgemeinden. Kurze Inputs aus Theorie und Praxis mit Austausch für Amtspersonen, Mitarbeitende und Behörden.
Einblicke in Theorie und Erfahrungen aus der Praxis
Kleine, aber feine Häppchen zum Feierabend, gemütlich zu Hause vor dem Bildschirm. Inputs von Beteiligten aus der Praxis, Austausch und Erfahrungen teilen. Für Amtspersonen, Mitarbeitende und Behörden.
Im Rahmen des zweiten Info-Häppchens wird Rahel Burckhardt, Vizepräsidentin der Kirchgemeinde Jegenstorf-Urtenen, über Organisationsmodelle sprechen. In einem kurzen Interview gibt sie vorab Einblick in das Kreismodell, das in ihrer Kirchgemeinde neu eingeführt wurde, und teilt erste Erfahrungen aus der Umsetzung.
Kannst Du in 3 oder 4 Sätzen beschreiben, was das Kreismodell, das Ihr in Eurer Kirchgemeinde Jegenstorf-Urtenen neu eingeführt habt, eigentlich genau ist?
Wir haben per 1.1.26 die geographischen Kirchenkreise aufgehoben und deren Kompetenzen (Strategie, Finanzen) an die thematischen Steuerungskreise weitergegeben. So werden Angebote neu über beide Kirchenstandorte gemeinsam von Freiwilligen und bezahlten Mitarbeitenden koordiniert, entwickelt und begleitet. Dreimal im Jahr werden an den sogenannten «Konzilen» richtungsweisende Entscheide gemeinsam mit Vertretungen aus allen Kreisen im Konsent gefällt und dem Kirchgemeinderat zur Bestätigung vorgelegt.
Und was erhofft Ihr Euch von der Einführung dieses neuen Organisationsmodells?
Die Organisation soll wendiger werden, der Einbezug und die Kompetenzen von Freiwilligen grösser und die Themenvielfalt im Engagement spezifischer. Die Organisation ist weniger auf Menschen mit Eigenschaften von eierlegenden Wollmilchschweinen mit unerschöpflichen Zeitreserven angewiesen. Es gibt mehr Raum für Menschen mit einer Leidenschaft für spezifische Themenfelder, die sich punktueller engagieren möchten.
Ihr seid seit ein paar wenigen Monaten in der Umsetzungsphase: Könnt Ihr schon sagen, wie sich das neue Modell konkret auswirkt und ob etwas in Bewegung gekommen ist?
Eine weitere Gruppe an Freiwilligen beginnt sich aktiv zu engagieren. Menschen, für die eine Mitarbeit in den ehemaligen Kreiskommissionen und im Kirchgemeinderat nicht in Frage gekommen ist. Die bezahlten Mitarbeitenden vertiefen ihre Zusammenarbeit über die beiden Kirchenstandorte hinweg und sind in ihrem Themengebiet reichhaltiger eingebettet. Am ersten Konzil in diesem Jahr wurde gemeinsam entschieden, dass zukünftig keine Sitzungsgelder mehr für Behördenmitglieder ausbezahlt werden.
Daten
20.04.2026
regionale Zusammenarbeit
09.06.2026
Organisationsmodelle
12.08.2026
Fördervereine und Vereine für regionale Zusammenarbeit
15.10.2026
Finanzentwicklungen
30.11.2026
Kirchenentwicklung als Organisationsentwicklung
Referierende
Praktiker:innen aus den Kirchgemeinden
Remo Meister, Beratung, regionale Zusammenarbeit
Ralph Marthaler, regionale Zusammenarbeit und Entwicklung
Veranstalter
Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Fokus Kirche
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