Wahlsynode 2026: Judith Pörksen Roder wiedergewählt

04.11.2026 - Die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat sich für die kommende Amtsperiode 2026–2030 konstituiert. Sie bestätigte die Synodalratspräsidentin Judith Pörksen Roder im Amt und wählte unter anderem ein neues Präsidium der Synode sowie zwei neue Mitglieder in den Synodalrat.

Wahlsynode 2026: Judith Pörksen Roder

Ein neues Kapitel beginnt nicht immer auf einem leeren Blatt. Es wächst auch aus dem, was sich bewährt hat, setzt neue Akzente und eröffnet Perspektiven. An ihrer konstituierenden Sitzung am 4. November 2026 hat die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn die personellen Weichen für die nächste Amtsperiode 2026–2030 gestellt. Die neugewählten Mitglieder des Synodalrates treten ihr Amt am 1. April 2027 an.

Synodalratspräsidentin bestätigt

Die Synode bestätigte Judith Pörksen Roder als Präsidentin des Synodalrats. Die Pfarrerin steht dem Synodalrat seit Oktober 2020 vor. Zuvor leitete sie während mehr als zehn Jahren die Fachstelle Gemeindeleben der Evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern und war seit 2019 Mitglied des Synodalrats. Es ist ihr ein grosses Anliegen, die Bedeutung der reformierten Kirche zu stärken und ihr gesellschaftliches Engagement sichtbar zu machen. Ein Schwerpunkt bildet dabei das Jahr 2028: 500 Jahre Berner Reformation feiern die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn während des ganzen Jahres mit verschiedenen Projekten. Da die Reformation durch die Obrigkeit des Stadtstaates Bern, der weitgehend dem heutigen Kanton entsprach, beschlossen und umgesetzt wurde, ist dies nicht nur ein kirchliches, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis. Dieses wird vom Verein «Berner Reformationsjahr 2028» koordiniert.

Zwei neue Mitglieder im Synodalrat

Mit Barbara Fankhauser und Daniel Meister ziehen zwei neue Mitglieder in den Synodalrat ein. Barbara Fankhauser lebt in Solothurn und ist Buchhändlerin mit langjähriger Verlagserfahrung. Sie präsidiert seit 2004 die reformierte Kirchgemeinde Solothurn, ist Vertreterin der Liberalen Fraktion in der Synode und steht seit 2023 der Bezirkssynode Solothurn vor. Barbara Fankhauser setzt sich für eine Kirche ein, die sich den Fragen und Herausforderungen der Gegenwart stellt und die Stellung für Menschen bezieht, die Unterstützung benötigen.

Daniel Meister ist seit 2013 Pfarrer in Oberdiessbach und seit 2011 als Armeeseelsorger tätig. Der promovierte Theologe engagiert sich im Vorstand der Fraktion der Positiven und in der Ausbildung von neuen Pfarrpersonen. Ihm liegt eine lebendige und lebensnahe Kirche am Herzen, die den Menschen in ihrer Lebenswelt begegnet, sie stützt, tröstet und ermutigt. Daniel Meister und Barbara Fankhauser folgen auf Iwan Schulthess und Annette Geissbühler. 

Die bisherigen Synodalratsmitglieder Philippe Kneubühler, Ueli Burkhalter, Ursula Marti und Andreas U. Schmid stellten sich zur Wiederwahl und wurden in ihrem Amt bestätigt. Philippe Kneubühler vertritt den kirchlichen Bezirk Jura. Darüber hinaus wurde er zum Vizepräsidenten des Synodalrats gewählt.

Neues Präsidium für die Synode

Zum neuen Synodepräsidenten wählte die Synode Andreas Lanz. Er übernimmt das Amt von Elisabeth Ruch-Reck. Der gelernte Maschineningenieur FH aus Oberwangen gehört seit 2020 für die Positive Fraktion der Synode an und amtete zuletzt als Vizepräsident. Wichtig ist ihm die Zukunft der reformierten Kirche und ihrer Kirchgemeinden, besonders die Verkündigung des Evangeliums. Annette Wisler übernimmt das Amt der Vizepräsidentin der Synode. Die Rechtsanwältin aus Burgdorf vertritt die Kirchliche Mitte seit 2022 in der Synode. Seit Sommer 2024 ist sie Co-Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Burgdorf.

Mit der Wiederwahl, dem neu gewählten Synodepräsidium und den beiden neuen Ratsmitgliedern verbinden sich Kontinuität und Aufbruch. Gemeinsam gestalten die Synode und der Synodalrat den Wandel und stellen die Weichen für eine vielfältige und zukunftsorientierte reformierte Kirche.

Die Synode ist das Parlament der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Sie setzt sich aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchgemeinden zusammen und entscheidet über wichtige kirchliche, strategische und finanzielle Fragen. Die 200 Mitglieder der Synode heissen Synodale. Sie werden nach einem regionalen Schlüssel für vier Jahre gewählt. Die Synode tritt in der Regel zweimal pro Jahr zu einer zweitägigen Session im Berner Rathaus zusammen.

Der Synodalrat ist die Exekutive der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Als Kollegialbehörde ist er vergleichbar mit einer Kantonsregierung. Er führt die laufenden Geschäfte, setzt die Beschlüsse der Synode um und vertritt die Kirche nach innen und aussen. Er wird von der Synode alle vier Jahre neu gewählt.

Weitere Informationen

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    Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn leitet, berät und vernetzt. Er unterstützt Kirchgemeinden, verantwortet Finanzen und entwickelt Strategien.

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    Die Synode ist das gesetzgebende Organ der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Zusammensetzung und Geschäftstätigkeit.