Neu steigen bereits Bachelor-Absolventen in Pfarramtspraxis ein

15.01.2026 - Die reformierten Kirchen der Deutschschweiz und die theologischen Fakultäten erneuern Studium und Ausbildung zur Pfarrperson grundlegend. Künftig können Studierende früher in die Praxis einsteigen und ihr Masterstudium berufsbegleitend absolvieren.

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Die theologischen Fakultäten und die reformierten Kirchen der Deutschschweiz modernisieren das Theologiestudium und die Ausbildung zur Pfarrperson. 

Künftig können Studierende bereits nach dem Bachelor-Abschluss begleitet in die pfarramtliche Praxis einsteigen und ihr Masterstudium berufsbegleitend absolvieren. Theorie und Praxis rücken dadurch enger zusammen.

Die Theologischen Fakultäten Basel, Bern und Zürich sowie die reformierten Kirchen der Deutschschweiz haben gemeinsam ein grundlegend erneuertes Studium und Ausbildungsmodell für Pfarrpersonen entwickelt.

Dank der Reform werden die Ausbildungssysteme des Konkordats (reformierte Landeskirchen der Deutschschweiz, ohne BeJuSo) und der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (Refbejuso) angeglichen: Das Praktikumssemester wird künftig in beiden Systemen in den Bachelor-Studiengang integriert. 

Studierende, die nach dem Bachelor in die Praxis einsteigen möchten, erhalten in beiden Systemen dieselbe Begleitung. Ein weiterentwickeltes Lernvikariat bleibt Teil der Ausbildung. «Es ist ein typisch schweizerischer Kompromiss – aber einer, der uns einen deutlichen Schritt vorwärts bringt», sagt Monika Wilhelm, Projektleiterin der Reform.

Die ersten Studierenden starten im Herbst 2027 nach neuen Studienplan. Ab Sommer 2028 werden die ersten theologischen Mitarbeitenden ihre Tätigkeit aufnehmen.

Kontakt

Markus Dütschler
Mediensprecher & Redaktor ENSEMBLE
markus.duetschler [at] refbejuso.ch