Manchmal braucht es einen zweiten Anlauf. Dies zeigte sich an der Sommersynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die am Dienstag und Mittwoch im Berner Rathaus tagte.
Das Kirchenparlament hatte einen Verpflichtungskredit zur Förderung einer inklusiven Kirche für Erwachsene mit kognitiver Beeinträchtigung an der Wintersynode 2024 zur Überarbeitung zurückgewiesen. Zwar fand das Anliegen breite Unterstützung, doch wurde vor allem bemängelt, dass mit dem Projekt ein Top-Down-Ansatz verfolgt werde.
Förderung direkt in Kirchgemeinden
Gestern Mittwoch befassten sich die Synodalen erneut mit der wichtigen Thematik. Das Förderkonzept für eine inklusive Kirche wurde vom Synodalrat intensiv überarbeitet. Jetzt liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von konkreten Projekten in den kirchlichen Regionen und den Kirchgemeinden, also näher an der Basis. Das Ganze erfordert auf der Ebene der Landeskirche lediglich eine schlanke Projektförderstelle.
Der Bericht des Synodalrates zu dieser neuen Vorgehensweise stiess in der Synode auf Zustimmung. Auch schilderten Synodale Erlebnisse von geglückten und beglückenden Anlässen, an denen Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung teilnahmen.
Die Synode nahm dem Bericht einstimmig zur Kenntnis.
«In einer von Konflikten geprägten Welt ist das Haus der Religionen ein wichtiger Ort des Dialogs und der Friedensarbeit.»