La Roche Käthi

20.10.2026

danke, frau huber. ihr beitrag ist wohltuend klar und ehrlich. man kann nicht alles zum stimmen bringen, ohne sich selbst etwas vorzumachen, im leben nicht und auch nicht im sterben. es gehört für mich zum glauben, dass wir geschichten, die nicht aufgehen, so stehen lassen und es gott anheimstellen, damit fertig zu werden - wir sind nicht die richter. wir können froh sein, wenn - und vor allem dass - gott auch mit unseren eigenen widersprüchen fertig wird.
es bleibt das gebet, das klage und dank, beides, sein und zur sprache bringen darf, und wo es das kann, hilft es zu einem mit der endlichkeit, auch der eigenen, versöhnten leben.
man kann nicht alles ver- und aufarbeiten nach einem verlust oder angesichts des eigenen todes, man muss es tragen lernen. dabei können menschen helfen, die bereit sind zuzuhören und es hilft wiederum das gebet - zumindest wenn beten nicht nur reden heisst, sondern immer auch hören lernen darauf, was gott mir sagen will. manchmal lässt eine antwort auf unsere klagen und fragen lange auf sich warten. manchmal ist sie längst schon da, aber unsere ohren sind verstopft.
nocheinmal herzlichen dank für ihren beitrag. mit freundlichem gruss käthi la roche

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