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Ordination und Beauftragung

Wer in der reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn ein Amt übernimmt, wird dazu in einer besonderen Feier eingesetzt. Für Pfarrerinnen und Pfarrer ist dies die Ordinationsfeier, für Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone sowie Katechetinnen und Katecheten die Beauftragungsfeier.

Am letzten Oktober-Wochenende werden jeweils im Berner Münster Theologinnen und Theologen in einem feierlichen Akt zum Pfarramt ordiniert. In diesem Rahmen bitten Vertreter oder Vertreterinnen der Kirche aus dem Synodalrat um den Beistand des Heiligen Geistes für die künftigen Pfarrerinnen und Pfarrer. Diese verpflichten sich zur Loyalität gegenüber dem Wort Gottes und der Kirche. Aber auch die Kirche stellt sich in einer Erklärung hinter ihre Amtsträgerinnen und Amtsträger. In der Ordinationsfeier wird zudem der Übergang in eine neue Lebensphase thematisiert: das Pfarramt ist nach wie vor ein Beruf, durch den das Privatleben der Betroffenen sowie jenes ihrer Angehörigen in besonderer Weise mitbetroffen ist.

Die Ordination ist Voraussetzung für die Aufnahme in den Kirchendienst im Kanton Bern und wird auch von anderen evangelischen Kirchen anerkannt.

Ordination für Pfarrerinnen und Pfarrer

Ordination ist eine Beauftragungs-, Entsendungs- und Segnungsfeier in einen besonderen Dienst, nämlich den der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus und des Verwaltens der Sakramente (Taufe und Abendmahl). Voraussetzung für diesen Dienst ist ein abgeschlossenes Universitätsstudium (Master in Theologie) und ein Praktikumsjahr in einer Kirchgemeinde (Lernvikariat). Ein gemischtes Gremium aus Kirche, Kanton und theologischer Fakultät prüft und begleitet die Kandidatinnen und Kandidaten sorgfältig.

Ordination 2018

Am Samstag, 27. Oktober, wurden sechs Männer und eine Frau in einem feierlichen Gottesdienst ordiniert. Die Feier wurde musikalisch durch Daniel Glaus, Orgel, und von Daniel Woodtli, Trompete, begleitet.

Die Ordinationspredigt von Synodalratspräsident Pfr. Andreas Zeller verband Micha 6,8 mit dem ersten Leitsatz der Vision Kirche 21: „Auf die Bibel hören - nach den Menschen fragen“ und ermutigte die neuen Pfarrerinnen und Pfarrer, sich im Hören und Fragen zu üben. Nur wenn wir wirklich nach den Menschen fragen - gerade auch nach denen, die nicht im Zentrum des kirchlichen Lebens stehen - und uns interessieren für das, was sie in ihrem Alltag beschäftigt, werden wir fähig, neu auf die Bibel zu hören. Und das Hören auf die Bibel macht uns neugierig auf die Menschen in ihrer Vielfalt und lehrt uns den liebenden Blick Gottes auf unsere Mitmenschen.

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wünschen den Neu-Ordinierten Gottes reichen Segen auf ihrem weiteren Weg.

Die neu Ordinierten (links) und Pfr. Andreas Zeller während der Ordinationspredigt

Die nächste Ordination findet am 26. Oktober 2019 statt.


 

 
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