ENSEMBLE Nr. / N° 52 - Oktober / Octobre 2020

29 ENSEMBLE 2020/52 —– Kreuz und quer «Kriegstrauma oder der Traum vom Frieden?» Unter diesem Slogan macht Mission 21 im Rahmen ihrer Kampagne 2020 auf ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im bürger- kriegsversehrten Südsudan aufmerksam. Mission 21 setzt sich dafür ein, dass der Traum vom Frieden für Kinder und Jugend- liche Wirklichkeit wird. Von Christoph Rácz* Ein Mädchen zeichnet sich selbst an eine Haus­ wand mit Schusslöchern, in Schuluniform, mit Schulranzen und einem lachenden Gesicht; aus der Erde spriessen Blumen, am Himmel fliegt eine Friedenstaube als Zeichen der Hoffnung. Das Pla­ kat der Kampagne von Mission 21 hat eine ein­ dringliche Botschaft: Das Mädchen träumt davon, wieder etwas lernen zu dürfen. Es ist ein Recht, das der Bürgerkrieg im Süd­ sudan ihr und den meisten anderen Kindern lange vorenthalten hat. Nun wächst die Hoffnung, dass die Kinder wieder zur Schule gehen können. Mission 21 und ihre Partner stehen ihnen bei. Schutz und Bildung Im Südsudan verursachte ein blutiger Bürgerkrieg in den letzten Jahren über 400 000 Opfer und rund 3,6 Millionen Vertriebene. Die Coronakrise stellt die junge Nation nun vor eine weitere Herausfor­ derung. Die sozialen und humanitären Folgen des Bürgerkriegs und nun auch der Pandemie sind kaum zu bewältigen: Schätzungen der UNO zu­ folge könnten Ende 2020 fast zwei Drittel der Bevölkerung vom Hungertod bedroht sein. Neben Soforthilfe bleibt es nun besonders wichtig, dass der Aufbau des Südsudans nicht still­ steht. Mission 21 unterstützt in der Stadt Renk das Kinderzentrum Muhaba. Hier erhalten besonders verletzliche Mädchen und Buben Schutz und Bil­ dung. Sie haben Gewalt, Not oder Ausgrenzung erfahren. Lehrer und Betreuerinnen werden wei­ tergebildet, um die Kinder beim Verarbeiten trau­ matischer Erlebnisse zu begleiten. Diese Arbeit von Mission 21 trägt auch zur Frie­ densförderung bei. Frieden kann nur nachhaltig und beständig sein, wenn den Kindern und Ju­ gendlichen eine Verbesserung ihrer Lebensgrund­ lagen ermöglicht wird: wenn sie Zugang zu Schul­ bildung erhalten und verbesserte Kenntnisse in K A M P A G N E V O N M I S S I O N 2 1 Frieden im Südsudan dank Bildung der Landwirtschaft erwerben, um sich ausrei­ chend und gesund zu ernähren; und wenn sie einen Beruf erlernen können, um ein Einkommen zu erzielen. Helfen Sie mit. Unterstützen Sie die Kampagne von Mission 21, damit die «Generation Frieden» wachsen kann. * Medienbeauftragter Mission 21 Helfen Sie mit! Dank der Unterstützung der Kirchgemeinden und Landeskirchen in der Schweiz ist die Arbeit von Mission 21 überhaupt erst möglich. Spen­ denmöglichkeiten, detaillierte Leitfäden für Gottesdienst und Unterricht sowie weitere Unterlagen und Informationen finden Sie auf www.mission-21.org/frieden Veranstalten Sie in Ihrer Kirchgemeinde einen Basar, einen Suppentag oder einen Anlass zur Erwachsenenbildung. Mission 21 unter­ stützt Sie mit Referierenden sowie mit Informa­ tionen zur aktuellen Situation im Südsudan. Nutzen Sie auch den berührenden Kurzfilm über das Kinder- und Jugendzentrum Muhaba. Oder kaufen Sie zugunsten der Arbeit von Mission 21 eine nachhaltig produzierte Solida­ ritäts-Schoggi von Villars für den Wiederver­ kauf, den Eigengebrauch oder zum Weiter­ schenken in Ihrer Kirchgemeinde. www.mission-21.org/shop In die Schule gehen: der Traum eines Mädchens in einem kriegsversehrten Land. Aller à l’école: le rêve d’une fillette dans un pays déchiré par la guerre. ©SCV/Mission 21

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