ENSEMBLE Nr. 3 - November 2015 - page 37

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ENSEMBLE 2015/3 —– Kurz und bündig
Gemeindeblätter) veröffentlicht. Auch diese Praxis
soll dazu beitragen, dass in der Öffentlichkeit der
Unterschied zwischen kirchlichen Bestattungen
und Feiern anderer Anbieter deutlicher wahrge-
nommen werden.
5. Die grösste Stärke kirchlicher Bestattungen:
Qualität
Der Synodalrat unterstreicht, dass die Kirchen ge-
genüber nichtkirchlichen Ritualangeboten nach
wie vor grosse Stärken haben. Der Verlust eines
geliebten Menschen ist ein tiefer Einschnitt in das
Leben einer Familie. Die Betroffenen sind in einer
solchen Situation darauf angewiesen, dass sie um-
sichtig persönlich begleitet werden. Die Kirchen
mit ihrer reichen spirituellen Tradition und ihrer
theologisch, seelsorgerlich und liturgisch geschul-
ten Pfarrschaft haben dazu Ressourcen, über die
andere Anbieter nicht verfügen.
Die Kirchen sind es der Gesellschaft aber auch
schuldig, dass sie ihre Stärken in der Trauerbeglei-
tung weiterhin pflegen. Es gehört nicht zuletzt zu
den Aufgaben der Kirchgemeinden, ihre Pfarre-
rinnen und Pfarrer darin zu unterstützen, ihre
Kompetenz im Umgang mit Kasualien lebenslang
weiterzuentwickeln, und sie zu schützen, wenn
sie unter Druck geraten, kirchenfremde Rituale
durchzuführen.
Siehe auch Interview auf Seite 21
«KIRCHE VERNETZT»
Kollekte zum Kirchensonntag 2016
Die diesjährigen drei Projekte und Institutionen
stellen verschiedene Zugänge zum Thema dar,
indem sie Kirche auf jeweils eigene Weise
vernetzen: das Spektrum reicht von weltweiter
Vernetzung, über regionale Vernetzungen bis­
zu Vernetzungen zwischen Menschen unter-
schiedlichen Alters und kultureller Herkunft.
1. Bern: srakla – Schweizerische reformierte
Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirt-
schaft
Die srakla umschreibt ihre Anliegen mit «Nahrung
– Ethik – Landschaft». Die Ziele der Arbeitsgemein-
schaft bestehen darin, ethisch-soziale Fragen in
die Landwirtschaftspolitik zu tragen, ein weites
Kontaktnetz zu pflegen, mit dem Bäuerlichen Sor-
gentelefon Nöte von Bauernfamilien aufzufangen,
die Kirche für die Anliegen von Bauernfamilien
zu sensibilisieren und damit den Dialog zwischen
Stadt und Land zu fördern.
Der besondere Bezug zum Kirchensonn-
tagsthema zeigt sich im Zusammenwirken von
Kirche und Landwirtschaft sowie in dem damit
ausgedrückten solidarischen Zusammenhalt von
Stadt und Land.
2. Arrondissement du Jura: BiblioBus
Der BiblioBus hat es sich zur Aufgabe gemacht,
das Lesen, welches den Zugang zu Kultur und In-
formation darstellt, bei der Bevölkerung der Re-
gion (Jura und Berner Jura) zu fördern. Dazu bietet
der BiblioBus eine aktuelle Sammlung von Litera-
tur an und arbeitet mit verschiedensten kulturel-
len Institutionen zusammen. Ziel ist es, eine mög-
lichst breite Bevölkerungsschicht in ihrem nahen
Lebensumfeld anzusprechen, besonders auch
solche Menschen, die in ihrer Mobilität einge-
schränkt sind. Der BiblioBus dient in den Dörfern
auch als Begegnungsort für alle Generationen und
sozialen Schichten und stellt damit ein breites und
vernetzendes kulturelles Angebot nahe bei den
Menschen dar.
3. Solothurn: Rebaso – Rechtsberatungsstelle
für Asylsuchende Solothurn
Ziel der Rebaso ist es, Asylsuchende in juristischen
Fragen kompetent zu beraten, damit sie ihre Chan-
cen im Asylverfahren realistisch einschätzen kön-
nen. Mit ihrer Arbeit setzt sich die Rebaso für ein
faires Asylverfahren ein und versucht, die Gesell-
schaft für die Situation Asylsuchender zu sensibi-
lisieren. «Vernetzung» erhält durch diese Kollekte
einen zugleich globalen, dabei aber regional er-
fahrbaren Sinn. Kirche als weltweite Kirche küm-
mert sich an ihrem Ort um Menschen aus der
ganzen Welt.
Der Synodalrat dankt Ihnen für Ihre Kollekte ganz
herzlich.
Weitere Informationen unter dem Stichwort
«Kollekte» unter:
> Kirchensonntag
F
«L’Eglise vous met en lien –
Quelles connexions?»
Collecte du Dimanche de l’Eglise 2016
Les trois projets retenus pour cette année éclairent,
chacun avec leur spécificité, les différentes facettes
du thème du Dimanche de l’Eglise. Ils ont en com-
1...,27,28,29,30,31,32,33,34,35,36 38,39,40
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