GrundlagenWort auf den Weg

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Ferienzeit – «Holy days»

In diesen Tagen ist es wieder so weit, landauf landab stehen die Ferien vor der Tür. Ich weiss nicht, wie es Ihnen damit geht, ich freue mich auf jeden Fall darauf, das eine oder andere zu unternehmen, auch mal früh aufzustehen für eine ausgiebigere Wanderung und dabei den Berufsalltag hinter mir zu lassen. Dazu sind sie ja da, die «Holidays» - die «Holy days» - die heiligen Tage. Sogar Gott gönnte sie sich, gleich ganz am Anfang der Bibel, wenn es heisst: «Am siebten Tag ruhte Gott von seinen Werken und heiligte ihn.»

«Holy days», Ruhetage gehören zur Schöpfung und damit zum Menschsein. Entsprechend finden sie sich in dem Gebot «Du sollst den Ruhetag heiligen». Dietrich Bonhoeffer schrieb dazu: «Die zehn Gebote enthalten kein Gebot zu arbeiten, aber ein Gebot, von der Arbeit zu ruhen. Das ist die Umkehrung von dem, was wir zu denken gewohnt sind.»

In einer Gesellschaft, in der viele glauben, für ihr Heil selber verantwortlich zu sein, weil sie Gott aus ihrem Leben verbannt haben, erwächst ein enormer Leistungsdruck. Dazu kommt, dass unsere Leistungsgesellschaft zunehmend fordert, dass Mitarbeitende jederzeit zur Verfügung stehen oder zumindest erreichbar sind. So sehnt man sich manchmal nach der Zeit, da man sich noch im Spiel verlieren konnte, als man nur für den Tag leben durfte. Manchmal überkommt einen diese Sehnsucht.

Da hilft nur, zur Ruhe zu kommen, mit sich und mit Gott ins Reine kommen. «Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen», heisst es im Hebräerbrief (Hebr. 4,9-10).

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Ferienzeit – schöne «Holy days».


Roland Stach

 

 

 


 

 
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