Wort auf den Weg



«Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.» (Johannes 12,24)

«Wo bleibt da meine Freiheit?» – Diese Frage treibt zur Zeit viele Menschen um. Und es ist ja auch so, die aktuellen Einschränkungen sind massiv, sie betreffen nämlich nicht nur meine Gewohnheiten, sondern greifen zum Teil auch in Grundrechte ein. Aber in der jetzigen Situation ist das absolut sinnvoll und notwendig.

Ja, ich verzichte auf einen Teil meiner Freiheit, auf das Recht hinzugehen, wo und wann ich will, mich zu treffen, mit wem ich will, zu konsumieren, was ich will. Dabei geht es nicht allein darum, was ich will, sondern darum, was für alle gut ist.

Dieser Verzicht kann letztendlich Leben retten!

Vor diesem Hintergrund lese ich das Wort aus Johannes 12,24.

Jesus sagt das, bevor er in Jerusalem seinem Leiden und Sterben entgegen geht. Jesus wird auf alle seine Rechte verzichten, auf alle Beweise göttlicher Macht und Stärke. Er wird ganz unten sein und sterben. Jesu Verzicht führt in den Tod – aber rettet die ganze Welt ins Leben!

Auch wenn uns die momentane Entwicklung Angst macht, auch wenn unser Alltag durch die einschränkenden Maßnahmen gewaltig durcheinander kommt, auch wenn wir uns sorgen um unsere Lieben und die, die bereits erkrankt sind - Jesus ist und bleibt an unserer Seite und bei denen, für die wir beten.


Roland Stach