Menschenrecht ReligionsfreiheitChristliche Kirchen und Gemeinschaften sind heute in verschiedenen Weltregionen vielfältigen Formen der Diskriminierung und Bedrohung ausgesetzt. Die Skala reicht von sozialer und rechtlicher Benachteiligung bis zur Einengung der Kultusfreiheit auf die Privatsphäre, vom Verbot der Mission bis zum Verbot von theologischen Bildungseinrichtungen, Bibeln und christlichen Symbolen, von Vertreibung und Entführung bis zu Inhaftierung und Tötung.
«Christenverfolgung» ist jedoch kein eindeutiger und klarer Begriff. Eine «reine» Christenverfolgung ist in der Realität kaum anzutreffen. Vielmehr sind religiöse Diskriminierungen zumeist eingebettet in grössere Konfliktzusammenhänge, in denen politische, wirtschaftliche und ethnische Faktoren eine wichtige oder gar entscheidende Rolle spielen. Religionen sind selten die eigentliche Brandursache, wirken aber häufig als Brandbeschleuniger.
«Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit» (1. Kor. 12,26). Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn halten den Einsatz für bedrohte christliche Glaubensgeschwister für ein Gebot der Stunde. Richtschnur ist dabei die universale Gültigkeit der Menschenrechte. Für Christen ist der Gedanke der Menschenrechte und der Religionsfreiheit theologisch darin begründet, dass der Mensch Schöpfung und Ebenbild Gottes ist. Diese Gottesebenbildlichkeit umfasst alle Menschen, ungeachtet ihres Glaubens, ihrer Herkunft, Kultur und ihres Geschlechts. In diesem Sinne ist der Einsatz für Menschenrechte und Religionsfreiheit unteilbar und gilt dem Schutz aller religiösen Minderheiten.
Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn rufen die Gemeinden und Kirchenmitglieder zu tatkräftiger Solidarität mit bedrohten christlichen Glaubensgeschwistern und anderen religiösen Minderheiten auf: Im Einstehen für die Menschenrechte bei den politischen Behörden, in der Fürbitte und Informationsarbeit in den Gemeinden, in der Unterstützung von Friedensprojekten der kirchlichen Hilfswerke und Missionsorganisationen.
Referentin des Synodalrates: Pia Grossholz-Fahrni
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Weiterführende Links mission 21 HEKS, Hilfswerk der Schweizerischen Evangelischen Kirchen DM-échange et mission
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