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Planung einer Pilgerreise

Zum Pilgern gehört, dass man sein Gepäck selbst mitträgt und deshalb möglichst auf das Wesentliche reduziert. Ein gutes Mass ist es, wenn das Gepäck inklusiv Essen und Getränk ein Achtel des Körpergewichtes nicht übersteigt. Andere rechnen mit 10% des Körpergewichtes. Wichtig ist auch passendes, gut eingelaufenes Schuhwerk und eine angemessene Kleidung, die in unterschiedlichen Schichten je nach Anforderung kombiniert werden kann.

Wegweiser Rüeggisberg, Foto: Thomas Schweizer

Die Wege sind zwar markiert, aber es empfiehlt sich gleichwohl, die Wegführung und das Streckenprofil der Etappen aufs Handy zu laden oder auszudrucken.

Auf vielen Wegetappen in der Schweiz finden sich Perlen am Weg, die Sie nicht verpassen sollten. Auch führen die Wege immer wieder in die Nähe von Kraftorten und von Orten lebendiger, gelebter Spiritualität, an denen es sich lohnt, einige Zeit zu verweilen und Anstösse für die eigene alltägliche Glaubenspraxis zu sammeln.

Pilgern in Portionen
Wer von der Schweiz nach Santiago oder Rom pilgern will, muss eine gründliche Vorbereitung (FAQs zum Pilgern) und mehrere Wandermonate einplanen. Einige Pilgernde leisten sich eine solche Auszeit. Für andere ist das aus beruflichen oder finanziellen Gründen nicht denkbar oder sie trauen sich diese lange körperliche Anstrengung nicht ohne weiteres zu. Pilgern heisst aber nicht zwingend, monatelang unterwegs zu sein. Viele Pilger nehmen sich jährlich ein Teilstück vor. Andere sind öfter mal einige oder auch nur einen Tag lang auf pilgernd unterwegs.

Unterkünfte
Die Unterkünfte entlang der Schweizer Jakobswege sind vielfältig. Von der günstigsten Unterkunftsmöglichkeit bis zum Mehrsternhotel sind die Unterkünfte meist bereit, Pilgernde aufzunehmen. Der Verein Jakobsweg CH hat für jeden Streckenabschnitt ausführliche Verzeichnisse pilgerfreundlicher Unterkünfte zusammengestellt. An touristischen Orten und in Ferienzeiten ist eine Vorreservation spätestens am Vorabend empfehlenswert. Details zur Vorbereitung einer Pilgerreise.

Zu Gast sein
Beim Pilgern ist man oft bei Menschen zu Gast
. Gastgebende am Weg offerieren Unterkunft, Verpflegung, kurze Stärkungsstationen und oft viel Herzblut und Liebe. Gastfreundschaft hat auch eine spirituelle Dimension. Sie weist auf die Gastfreundlichkeit Gottes uns Menschen gegenüber hin. Pilgernde brauchen eine bestimmte Infrastruktur. Es gibt aber auch Kriterien des Gastseins, die Pilgernden selbstverständlich sein sollten.

Unterkunft, Foto: Thomas Schweizer

Kirchen
Nicht nur Unterkünfte, auch Kirchen sind für pilgernde Menschen wesentliche Orte. Sie sind Tagesunterziele und spenden Wärme oder Kühle. Sie bieten Schutz bei Regen und ermöglichen es, einen Moment auszuruhen. Pilger suchen in ihrer Umgebung ein WC oder einen Wasserhahn, einen Tisch oder eine Bank fürs Picknick.

Kirchenräume sprechen an. Dabei ist die Kirchgemeinde als Gastgeberin gefordert, den Kirchenraum sorgfältig zu gestalten. So kann der Raum zu einem Hinweis auf die umfassende Gastfreundschaft Gottes werden.


 

 
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