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palliative care

Sie finden alle Informationen zum kirchlichen Engagement bei Palliative Care auf der Website kirchenpalliative.ch

Leitsätze zur Seelsorge im Kontext von Palliative Care
Seelsorge versteht sich als eine der Akteurinnen von Palliative Care und Spiritual Care. Als solche bringt sie ihre spezifische, biblisch-theologisch geprägte Perspektive in das Gesundheitssystem ein. Aus dieser Perspektive ergeben sich bestimmte Akzentuierungen im Blick auf Palliative Care, Spiritual Care sowie ihrer eigenen Verortung im Kontext Gesundheitssystem: weiterlesen

Nationaler PalliativeCare Kongress 2014 in Biel: Kirchen sind kompetente Partner

Neuer Begriff, alte Tradition
Palliative Care leitet sich ab vom lateinischen pallium (Mantel) bzw. palliare (umhüllen, lindern). Der englische Begriff hat sich durchgesetzt, weil er die medizinische Behandlung, Pflege, Therapie und religiös-spirituelle Begleitung in einem Wort zusammenfasst.
Palliative Care bezieht sich auf pflegebedürftige Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder terminalen Erkrankungen, deren Angehörige und sonstiges Umfeld. Schwerpunkt ist die "Vorbeugung und Linderung von Leiden durch frühzeitiges Erkennen, adäquate Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art" (WHO).

Im Mittelpunkt der Mensch: Palliative Care ist ein an den Bedürfnissen des Erkrankten orientierter Begleitungs- und Pflegeprozess. Die subjektive Wahrnehmung des Betroffenen steht im Zentrum und nicht theoretische Konzepte oder die Ziele und Notwendigkeiten einer Institution. 'Den Tagen Leben geben und nicht dem Leben Tage' lautet denn auch das Leitmotiv der Station Palliative Therapie Bern.

Ethische Prinzipien haben einen hohen Stellenwert: Autonomie des Gepflegten und Würde über den Tod hinaus, die Akzeptanz des Todes als Teil des Lebens, die Einbindung eigener und sozialer Ressourcen in den Pflegeprozess und der Grundsatz "soviel wie nötig, so wenig wie möglich" in Bezug auf medizinische Massnahmen. Dabei arbeiten die kurative (heilende) und die palliative Medizin besonders eng zusammen. Ihre Massnahmen überschneiden und ergänzen sich.

Hoher Stellenwert der Seelsorge
Tragendes Element ist die selbstverständliche Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen und der freiwilligen Mitarbeitenden, auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der eingebrachten Ressourcen. Besonders auch die Seelsorge: sie hat einen sehr hohen Stellenwert. Dies erleichtert unter anderem die wirksame Begleitung und Betreuung des sozialen Umfelds des Erkrankten.

Weiterbildungsangebot der Reformierten Landeskirche Aargau
Die Reformierte Landeskirche AG hat ein umfassendes Ausbildungskonzept geschaffen, zu welchem auch Fachpersonen und Freiwillige aus unserem Kirchengebiet Zugang haben.
Beschreibung der interdisziplinären Lehrgänge
Der Lehrgang Palliative Care und Begleitung entspricht den Niveaustufen A2 und B1 gemäss den Qualitätsstandards und Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung palliativ.ch.

Schweiz weites Engagement
In der Förderung von Palliative Care engagieren sich besonders die Schweizerische Gesellschaft für palliative Medizin, Pflege und Begleitung sowie kantonale Palliative Care Netzwerke. Ihr Wirken zeigt auf politischer Ebene erste Erfolge (siehe nationale Strategie Palliative Care 2010-2012). Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion Kanton Bern hat ein kantonales Konzept erarbeitet und setzt dieses ab 2013 um.

Weiterführende Links
Schweizerische Gesellschaft für palliative Medizin 
weiterbildung-palliative.ch 
Netzwerk Kanton Bern 
Netzwerk Kanton Solothurn 
Strategie Bund
Umsetzungskonzept Kanton Bern

Kontaktadresse refbejuso: pascal.moesli(at)refbejuso.ch  

 

 

palliative care

Palliative Care leitet sich ab vom lateinischen pallium (Mantel) bzw. palliare (umhüllen, lindern). Der englische Begriff fasst die medizinische, psychische, soziale und religiös-spirituelle Begleitung in einem Wort zusammen.
Palliative Care bezieht sich auf pflegebedürftige Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder terminalen Erkrankungen, deren Angehörige und sonstiges Umfeld. Schwerpunkte sind die "Vorbeugung und Linderung von Leiden durch frühzeitiges Erkennen, adäquate Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art" (WHO).


Nationale und kantonale Strategie
Mit der «Nationalen Strategie Palliative Care»  setzen sich Bund und Kantone das Hauptziel, Palliative Care gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren im Gesundheitswesen und in anderen Bereichen zu verankern. Im Kanton Bern soll die Versorgung der betroffenen Menschen dezentral organisiert in den 6 Spitalregionen erfolgen. Das Umsetzungskonzept für den Kanton Bern finden Sie hier.

Seelsorge in Palliative Care
Tragendes Element der palliativen Versorgung ist die intensive Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen sowie der freiwilligen Mitarbeitenden. Dazu gehören auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger: sie haben im palliativen Netzwerk einen hohen Stellenwert und bringen dort ihre biblisch-theologisch geprägte Perspektive in das Gesundheitssystem ein. Aus ihrer Perspektive ergeben sich bestimmte Akzentuierungen im Blick auf Palliative Care, Spiritual Care sowie ihrer eigenen Verortung im Gesundheitssystem.
 
Berner Leitsätze zur Seelsorge im Kontext von Palliative Care

Koordinationsstelle Palliative Care Refbejuso
Im Januar 2015 hat die Refbejuso eine Koordinationsstelle Palliative Care eingerichtet. Sie arbeitet in vier Schwerpunkten, in denen sie die kirchlichen Verantwortlichen und Zuständigen vor Ort unterstützt:


1) Vernetzung
Ziel ist die Integration der Seelsorge und weiterer Angebote der Kirchgemeinden in die regionalen palliativen Netzwerke. Ein besonderes Augenmerk gilt der ökumenischen Zusammenarbeit sowie der Vernetzung mit den Netzwerkpartnern auf kantonaler Ebene.


2) Grundlagen
Ziele sind a) die Klärung und Weiterentwicklung des Profils der Seelsorge im Kontext der palliativen Versorgung und Spiritual Care; sowie b) das Entwickeln eines Seelsorge-Modells für Kirchgemeinden, bei dem es um die Förderung eines in den Alltag integrierten Umgangs mit Sterben und Tod geht.


3) Bildung
Ziele sind die Sensibilisierung und fachliche Unterstützung der kirchlichen Mitarbeitenden im Kontext von Palliative Care.


4) Kommunikation
Ziele sind a) die Bereitstellung von Informationen und Grundlagen für die kirchlichen Mitarbeitenden im Bereich kirchlicher Palliative Care; sowie b) der Austausch über innovative Projekte und Angebote in Kirchgemeinden im Kirchengebiet von refbejuso.

Weiterführende Links
Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung
Verein Palliative Bern 
Verein Palliative Solothurn Strategie Bund
Umsetzungskonzept Kanton Bern
Palliative Care und Begleitung (Fortbildungsangebot der reformierte Kirche Aargau)
weiterbildung-palliative.ch


Kontaktadresse refbejuso:
pascal.moesli(at)refbejuso, Tel: 031 340 25 81 
 
Weiterführender Link
Spezialseelsorge


 

 
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