Unsere Realität ist widersprüchlich – insgesamt werden genügend Nahrungsmittel produziert, um alle sieben Milliarden Menschen auf der Welt zu ernähren. Trotzdem hungern heute über eine Milliarde Menschen weltweit, davon leben 80 Prozent in ländlichen Gebieten und 60 bis 70 Prozent der Hungernden sind Frauen.
Dort, wo die meisten Lebensmittel angebaut werden, ist der Hunger am grössten. Frauen, welche für die Ernährung der Familie und oft auch für die Produktion von Nahrungsmitteln zuständig sind, sind am stärksten vom Hunger betroffen.
Diese Thematik nimmt die ökumenische Kampagne 2012 von «Brot für alle / Fastenopfer/Partner sein» mit dem Slogan «Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger» auf. Ein neuer Aspekt des Rechts auf Nahrung kommt in den Blick. Der Zugang, die Verteilung und die Kontrolle der Nahrung ist vom Geschlecht abhängig, genauso wie der Zugang zu anderen wichtigen Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut und Bildung. Häufig produzieren Frauen die Nahrung, doch wichtige Entscheide über Verteilung oder Vermarktung der Lebensmittel liegen nicht in ihrer Hand. Ihre Interessen werden zu wenig berücksichtigt.
Die Kampagne schärft den Blick für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, macht die daraus resultierenden Folgen deutlich und zeigt, inwieweit Gender-Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit zur Veränderung beitragen können. Die Kampagne diskutiert die Rolle verschiedener Wirtschaftsformen.
Als Symbol der Kampagne wurde das Brot gewählt, was uns theologisch zum Thema Teilen, Gastfreundschaft und Leben in Solidarität führt. Es eröffnet einen weiten Raum zur Gestaltung der Kampagne in der Kirchgemeinde.
Die Impulsveranstaltungen für die Kirchgemeinden sind organisiert. Die Daten und Orte können unter "Weiterführende Links" abgerufen werden.
Weiterführende Links
Impulsveranstaltungen
Inhalte und Aktionen der Kampagne
Informationsseite der Kampagne
Brot für alle - Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirchen der Schweiz
Fastenopfer - römisch-katholisches Hilfswerk
Partner sein - christkatholisches Hilfswerk
Downloads
Sozialethische Grundlagen