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Sans-Papiers

Ein junger Mann, dessen Kopf nicht mehr innerhalb des Fotos ist, steht mit einem mit Esswaren gefüllten Einkaufskörbchen im Gang.
Bild: aus einer Reportage in den Durchgangszentren Aarwangen und Lyss. Fotograf: Heini Stucki

Sans-Papiers sind Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz leben, ohne eine fremdenpolizeiliche Bewilligung zu besitzen. Gemäss Schätzungen sind es 90'000 bis 180'000 Menschen, gut 10 % davon sind Kinder. Sie befinden sich in Situationen besonderer Verletzlichkeit und können sich deshalb gegen Unrecht schlecht zur Wehr setzen.


Die Botschaft der internationalen ökumenischen Friedenskonvokation, Kingston, Jamaika 2011, ruft die Kirchen dazu auf, "effizienter für die vollständige Umsetzung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten als Grundlage für 'eine Wirtschaft im Dienst des Lebens' einzutreten." In unserem heutigen schweizerischen Kontext ist ein Engagement zugunsten Sans-Papiers dafür beispielhaft.

Humanisierung des Alltags: Grundrechte
der Sans-Papiers respektieren!

Unter diesem Titel veröffentlichte 2004 der von den Landeskirchen und den Jüdischen Gemeinden eingesetzte Beirat seine "Erklärung" zur Situation der Sans-Papiers. Im Zusatzdokument "Handlungsvorschläge" wurde die Einrichtung einer Beratungsstelle in Bern empfohlen (Bestellen: fami(at)refbejuso.ch). Bereits im Sommer 2005 konnte eine solche Beratungsstelle eröffnet werden.

Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers
Die Stellenleiterin, Marianne Kilchenmann, bietet im Hochhaus Eigerplatz 5 in Bern, und jeden Mittwochnachmittag an der Kontrollstrasse 22 in Biel, Beratungen für Sans-Papiers an. Sie berät und informiert Migranten und Migrantinnen, die ohne gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz leben. Im Notfall kann sie kleine finanzielle Unterstützungen geben. Auch Beglei-
tung zu Ärztinnen oder Ämtern wird angeboten. Zudem leistet die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers Sensibilisierungs- und Informationsarbeit.

„sans-papiers, das bulletin“ sowie weitere Informationen können bei der Beratungsstelle bestellt werden.

Der Verein wurde am 3. März 2005 von Kirchen, Hilfswerken, Gewerkschaf-
ten und weiteren engagierte Kreisen gegründet. Die Fachstelle Migration arbeitet im Vorstand mit. Der Verein ist auf Unterstützung angewiesen, sei dies rein finanzieller Natur durch Spenden (Verein Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers, 3000 Bern, PC 30-586909-1) oder auch ideell durch eine Mitgliedschaft!

Studienmaterial
Diverse Studien und Materialien zum Thema "Sans-Papiers" können bei der Fachstelle Migration, Speichergasse 29, 3011 Bern, ausgeliehen werden.

Weiterführende Links
Sans-Papiers Beratungsstellen 
Europäische Seite Sans-Papiers

 

 


 

 
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