GrundlagenWort auf den Weg - Covid-19-Zeit

Wort auf den Weg



«Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.» Epheser 4, 26

Ärgern Sie sich manchmal? Und worüber? Kürzlich ärgerte ich mich über die Corona-Verschwörungstheoretikerinnen und -Verschwörungstheoretiker, die unter anderem. sagen: «Den Virus gibt es gar nicht!» Ist das nicht eine grosse Respektlosigkeit den Erkrankten, Verstorbenen und ihren Angehörigen gegenüber? Item.

Der Punkt ist, wie ich mit meinem Ärger umgehe. Wenn ich mich ärgere, merke ich, dass etwas nicht stimmt. Da ist ein negatives Gefühl, das mir etwas sagen will und gleichzeitig nicht gut tut. Irgendetwas verletzt einen Wert in mir. Also versuche ich herauszufinden, warum genau mich das ärgert. Bringt es überhaupt etwas, wenn ich mich darüber ärgere? Vielleicht finde ich eine passende Reaktion darauf, oder ich merke, dass ich die negative Situation so stehen und hinter mir lassen kann.

Der Ärger ist Teil von mir, ich bestimme, wie ich damit umgehe. Der beste Weg ist, mich mit meinem Ärgergefühl zu versöhnen und auch mit der Situation oder der Person, die ihn ausgelöst hat. Das ist nicht immer ganz einfach, aber ich kann ruhiger schlafen. Mit sich und anderen versöhnt einzuschlafen, bedeutet zudem eine unschätzbare Kraftquelle.

Ärgern Sie sich ungeniert – und schlafen Sie gut!



Claudia Hubacher

 


 

 
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