GrundlagenWort auf den Weg - Covid-19-Zeit

Wort auf den Weg

«Und der Wolf wird beim Lamm weilen, und die Raubkatze wird beim Zicklein liegen. Und Kalb, junger Löwe und Mastvieh sind beieinander, und ein junger Knabe leitet sie. Und Kuh und Bärin werden weiden, und ihre Jungen werden beieinander liegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Und der Säugling wird sich vergnügen an der Höhle der Viper, und zur Höhle der Otter streckt ein Kleinkind die Hand aus.» (Jesaia 11,6-8)

Wir wohnen an einem kleinen Bach. Meine Frau füttert Vögel und Igel. Es kommen «Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar», also auch Tauben, Enten, Elstern, Spechte, Rotbrüstchen und -schwänzchen, und und…. Jeden Abend beim Eindunkeln tauchen auch sechs Igel jeglicher Grösse auf, offenbar eine oder zwei Sippen. Gelegentlich zeigen sich auch Biber oder Reiher. 

Alle Tiere fressen mittlerweile von allem: Sonnenblumenkerne, Mehlwürmer, Kornmischungen, Nussstangen. Manchmal vertreiben die Igel die Enten, oder Tauben und Spatzen fressen am selben Ort, verschiedenste Tiere trinken aus der Wasserschale, oft gemeinsam. 

An einem frühen Sonntagmorgen im April entdeckte ich plötzlich einen Fuchs. Er schnupperte an jenen Stellen, wo das Futter liegt. Meister Reinecke im Garten in einem Einfamilienhausquartier – weit weg vom nächsten Wald. Ein Corona-Wunder im Moment des tiefsten Lockdown: Die Schöpfung erobert sich die Welt zurück!

Andreas Zeller


 

 
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