GrundlagenWort auf den Weg - Covid-19-Zeit

Wort auf den Weg

«Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.» (Psalm 119,105)
«Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.« (2. Tim 1,7).

Alles anders

Alles kam ganz anders. Zum Abschluss meines Synodalratspräsidiums  war eine ausgedehnte «Abschiedstournee» quer durch unser Kirchengebiet geplant: Gottesdienste, Podien, Grussworte, Feiern. Anlässe aller Art und Begegnungen mit Menschen, zu denen in all den Jahren ein schöner Kontakt entstanden ist. Doch auf einmal, ab Ende Februar, wurde Anlass um Anlass abgesagt, einige wenige verschoben. 

In den ersten Tagen verspürte ich Trauer, Enttäuschung und Ratlosigkeit, dann folgten Wut und Schock. Aber plötzlich begann ich zu realisieren, welche Gefahren für die Menschen mit diesem Virus wirklich verbunden sind. Von da an hatte ich keine Mühe mehr mit den abgesagten Anlässen, sondern begriff, dass die Annulationen einem höheren Ziel dienen.

So wie mir geht es zur Zeit zahllosen Menschen: Wohlvorbereitete Veranstaltungen fallen dem Home Office zum Opfer. Es gilt, die durch Absagen gewonnene Zeit mit anderen sinnvollen Aufgaben zu nutzen. Statt Grussworten und Apéros gibt es für mich nun Telefon- und Video-Konferenzen. Und die Mitarbeit in der vom Synodalrat eingesetzten Task Force, die unsere Gemeinden und Pfarrämter mit Informationen en und Handlungsanweisungen vielfältig unterstützt. In solcher Neuorientierung, die einige Tage beanspruchen kann, wird etwas vom «Geist der Kraft» spürbar.

Andreas Zeller


 

 
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