Religionen können Menschen beflügeln. Sie bieten ihren Gläubigen Heimat und Orientierung. Sie können zur Versöhnung aufrufen. Sie sind aber auch ein heikles Feld des Misstrauens und heftiger Emotionen. Oft sind sie deshalb Anlass für Reibereien und Unfrieden. Unsere Arbeit nimmt diese Themen auf und die daraus resultierenden Herausforderungen an.
Treffpunkt Religion Migration
Die ökumenische Kampagne zum Zusammenleben der Religionen "Treff-
punkt Religion Migration" wird von der Fachstelle Migration, der Römisch-katholischen Dienststelle "Kirche im Dialog" Bern und der Christkatholi-
schen Kirchgemeinde Bern getragen. Dass hier ökumenisch zusammen-
gearbeitet wird, drängt sich auf: Wie könnte es einen Frieden der Religionen geben, wenn es keinen Frieden der Konfessionen gibt? Überlegungen, die uns im Umgang mit andern Religionen leiten, finden Sie in der Broschüre "Der Dialog des Lebens. Überlegungen zum Zusammenleben der Religionen", 2006. Bestellungen
Angebote zur Förderung des christlich-muslimischen Dialogs
Die Fachstelle Migration hat in Zusammenarbeit mit Kirche im Dialog den Flyer "... damit ihr einander kennen lernt" herausgegeben. Der Flyer enthält eine vielfältige Palette an Angeboten zur Förderung des christlich-muslimischen Dialogs. All diese Angebote lassen sich bei der Fachstelle Migration "buchen".
Bereits zum dritten Mal findet 2011 im Ramadan das Fastenbrechen-Projekt statt, ein Begegnungsanlass für Christen und Muslime. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: zu Gast bei muslimischen Familien
Z'Bsuech - islamisch-christliche Begegnungsgruppen
Um eines friedlichen Zusammenlebens willen ist es wichtig, sich kennen
zu lernen und über den religiösen Gartenzaun zu blicken. Wenn Sie Lust haben, in Ihrer Umgebung selber aktiv zu werden und eine islamisch-christliche Begegnungsgruppe zu gründen, können Sie auf unsere Unterstützung zählen.
Information und Beratung: Sabine Jaggi, E-Mail: sabine.jaggi(at)refbejuso.ch, Telefon 031 313 10 22. Leitfaden z'Bsuech
Bauprojekte anderer Religionen oder Konfessionen
An einem ökumenischen Hearing im Oktober 2007 wurden Minarett-Bau-projekte in Wangen und Langenthal sowie Bauabsichten der serbisch-orthodoxen Kirche in Belp mit Vertretern und Vertreterinnen der involvierten Kirchgemeinden und Pfarreien diskutiert. Welche Haltung sollen die Kirchen einnehmen? Sollen sie überhaupt tätig werden? Diese Fragen werden im Flyer „Sieben Ratschläge für Pfarreien und Kirchgemeinden, Bauprojekte anderer Religionen oder Konfessionen in der Gemeinde“ (2007) aufgenommen. Bestellungen
Mathias Tanner, Theologe bei der Fachstelle Migration, verfasste seine Lizentiatsarbeit zum Thema Mediation in Minarettkonflikten? Beschreibung, Kontextualisierung und Analyse des Minarettkonflikts in Langenthal im Hinblick auf die Frage, was Mediation zu seiner Lösung beitragen könnte (2007).
Christlich-muslimische Trauungen
Was sind Schwierigkeiten und Chancen einer gemischt-religiösen Ehe? Wie kann ein christlich-muslimisches Paar begleitet werden und welche liturgischen Texte eignen sich zur Gestaltung der Trauung? Hintergrundinformationen dazu finden Sie in der Broschüre "Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt" - Handreichung für die Trauung von christlich-muslimischen Paaren, 2007. Bestellungen
Christlich-muslimische Trauerfälle
Worauf ist zu achten, wenn bei einem Trauerfall Menschen islamischen Glaubens mit betroffen sind? Worauf soll bei einer christlichen Bestattung Rücksicht genommen werden? Wie können Trauerfeier und Trauerprozess gestaltet werden, dass das Gemeinsame zum Tragen kommt und das Trennende nicht zusätzlich schmerzt? Antworten auf diese Fragen und Materialien für die Gestaltung einer Trauerfeier finden Sie in der Broschüre "Zu ihm kommt ihr alle zurück" - Handreichung für christlich-muslimische Trauerfälle, 2008. Bestellungen
Projekt "Haus der Religionen - Dialog der Kulturen"
Das "Haus der Religionen - Dialog der Kulturen" an der Laubeggstrasse 21 in Bern (Bus 10 bis Haltestelle Rosengarten) ist ein Ort des Gesprächs und der Begegnung zwischen Bevölkerungsgruppen und religiösen Gemein-
schaften. Der Besuch des abwechslungsreichen Programms mit Ausstel-lungen, Diskussionsveranstaltungen, Kochkursen etc. lohnt sich. Die Realisierung des "physischen" Hauses der Religionen am Europaplatz ist zehn Jahre nach der ersten Ideenskizze weitgehend gesichert.
Weiterführender Link: Haus der Religionen
Begegnung und Dialog der Religionen
Eine Standortbestimmung der Reformierten Kirchen-Bern-Jura-Solothurn, 2010
Sumangali, die Glücksverheissende
(2,79 MB) Tamilisch-hinduistische Frauen in der Schweiz, 2004 (im Umfang leicht reduziert).
Lehrmittel "FrageZeichen"
"FrageZeichen" ist ein interreligiöses Lehrmittel und unterstützt Schülerinnen und Schüler (ab 4. Schuljahr) beim Philosophieren und beim Aufbau eines Basiswissens über Religionen. Kinder werden ermutigt, ihre eigenen Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. Schulverlag Bern, 2008. Information und Bestellungen: www.schulverlag.ch
2012 auf einen Blick
Der Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration hat für
das Jahr 2012 die wichtigsten Festtage der grossen Religionsgemein-schaften zusammengestellt.
Interreligiöser Kalender
"Innehalten und Feiern. Zäsuren im Alltag der Gläubigen" - 16 Kalender-
blätter stellen in Wort und Bild die Riten und Feiern der verschiedenen Religionen vor. Der Kalender kann bei IRAS COTIS (Interreligiöse Arbeits-
gemeinschaft in der Schweiz) bestellt werden.
In einer monatlichen Übersicht werden die Feiertage der grossen Religionen kurz erklärt.
Kontakt
Fachstelle Migration
Speichergasse 29, 3011 Bern
Telefon: 031 313 10 10, Fax: 031 313 10 12
E-Mail: fami(at)refbejuso.ch